Nizza-Klassen richtig wählen – der komplette Leitfaden
Die 45 Nizza-Klassen bestimmen, wofür Ihre Marke geschützt ist. Zu wenige Klassen = Lücken. Zu viele = teuer und angreifbar. So finden Sie die richtige Kombination.
Grundregel
Sie brauchen eine Klasse für jedes eigenständige Geschäftsfeld. Nicht für jedes Produkt einzeln, sondern für die Kategorie.
Typische Kombinationen
- Software / SaaS: Klasse 9 (Software), 38 (Telekom), 42 (SaaS-Dienstleistungen)
- Onlineshop: Klasse für die Waren + 35 (Einzelhandelsdienstleistungen)
- Restaurant: Klasse 43 (Bewirtung) + ggf. 29 – 30 (eigene Produkte)
- Beratung / Agentur: Klasse 35 (Business), 41 (Bildung) oder 42 (Tech-Beratung)
- Modemarke: Klasse 25 (Bekleidung) + 18 (Taschen) + 35 (Einzelhandel)
Häufige Fehler
- „Sicherheitshalber alle 45 Klassen" — führt zu Zurückweisung wegen Benutzungsabsicht
- Nur eine Klasse gewählt, obwohl Business quer über mehrere Bereiche geht
- Klasse 35 vergessen — obwohl fast jedes Business Marketing/Retail-Aspekte hat
Kosten-Impact
DPMA: erste 3 Klassen inklusive (290 €), jede weitere 100 €. EUIPO: erste Klasse 850 €, zweite +50 €, ab der dritten +150 € pro Klasse.
Tipp: MarkenKlar schlägt basierend auf Ihrer Beschreibung automatisch die passenden Klassen vor.