Gesucht werden Registereinträge, die Ihren Namen enthalten. Jeden gefundenen Eintrag vergleicht MarkenKlar dann nach Schriftbild und Klang. Für das Dossier sucht MarkenKlar zusätzlich nach Schreibweisen, die sich vom Namen oder einer gleich klingenden Schreibweise in einem Buchstaben unterscheiden – so erscheint dort zu „Zyta“ auch ein Eintrag „Zita“. Weiter abweichende Schreibweisen findet die Suche nicht. Bei sehr häufigen Namen berücksichtigt sie je Schreibweise die ersten 300 Einträge und nennt die Gesamtzahl.
Schriftbild
Über die Levenshtein-Distanz wird gezählt, wie viele Zeichen geändert, eingefügt oder gelöscht werden müssten, um aus dem einen Zeichen das andere zu machen. „Nordlicht" und „Nordlight" trennt so nur ein einziger Schritt – im Register sind es zwei verschiedene Einträge, für das Auge kaum zwei verschiedene Namen.
Klang
Die Kölner Phonetik bildet Wörter auf ihren Lautwert ab. „Zyta" und „Cita" bekommen denselben Code, obwohl kein Buchstabe übereinstimmt. Genau diese Paare bereiten in Widerspruchsverfahren die meiste Arbeit, weil Verbraucher Namen hören, bevor sie sie lesen. MarkenKlar nutzt den Lautcode, um die gefundenen Einträge einzuordnen; für das Dossier sucht es zusätzlich nach Schreibweisen im Umkreis eines Buchstabens um den Namen und seine gleich klingende Schreibweise. Die Liste zeigt die ähnlichsten Einträge zuerst: Bei kurzen Namen mit vielen Nachbarn wie „Zyta" stehen „Zita" oder „Zeta" vor „Cita", weil sie auch im Schriftbild näher liegen, und „Cita" fällt dabei heraus.
Klassenüberschneidung
Ein ähnliches Zeichen in einer völlig anderen Branche ist eine andere Lage als dasselbe Zeichen in derselben Nizza-Klasse. Deshalb steht bei jedem Treffer, welche Klassen er beansprucht und wo sie sich mit den eigenen überschneiden.
Was die Recherche nicht leistet
Bildmarken ohne Wortbestandteil, Firmennamen ohne Registereintrag und reine Benutzungsmarken tauchen in keiner Registerabfrage auf. Ebenso wenig ersetzt ein Messwert die Bewertung des Einzelfalls – dafür ist die anwaltliche Prüfung da. Die Vorprüfung sagt, was im Register steht; sie sagt nicht, wie ein Amt oder ein Gericht das gewichtet.
Registerdaten und Aktualität
Abgefragt werden fünf Markenregister: DPMA, EUIPO, das österreichische Patentamt, Swissreg und die internationalen Registrierungen der WIPO – über TMview, den Recherchedienst des EUIPO. Neu eingereichte Anmeldungen erscheinen dort mit dem Veröffentlichungsrhythmus des jeweiligen Amtes – ein Zeichen, das gestern eingereicht wurde, kann heute noch in keiner Datenbank stehen. Wer diese Lücke schließen will, kombiniert die einmalige Recherche mit einer laufenden Markenüberwachung.