Die Anmeldung selbst dauert 20 Minuten. Entscheidend für den Erfolg ist, was davor passiert – und was in den zwölf Monaten danach kommt.
Vor der Anmeldung: die Weichenstellung
Das DPMA prüft nicht, ob Ihre Marke mit älteren Rechten kollidiert. Es prüft nur absolute Schutzhindernisse wie fehlende Unterscheidungskraft oder rein beschreibende Begriffe. Alles andere liegt bei Ihnen. Deshalb steht am Anfang immer die Ähnlichkeitsrecherche, nicht das Formular.
Die häufigsten Verzögerungen
- Unklares Waren-/Dienstleistungsverzeichnis: Das Amt stellt Rückfragen, das kostet vier bis acht Wochen.
- Beschreibende Zeichen: Begriffe wie „Bio Müsli" für Müsli werden zurückgewiesen – Gebühr verloren.
- Zahlung nicht zugeordnet: Ohne Verwendungszweck mit Aktenzeichen bleibt die Anmeldung liegen.
- Widerspruch: Verlängert das Verfahren um ein bis zwei Jahre.
Nach der Eintragung
Mit der Eintragung beginnt die Arbeit, die die meisten unterschätzen: Wer seine Marke nicht überwacht, erfährt von einer kollidierenden Neuanmeldung erst, wenn die dreimonatige Widerspruchsfrist abgelaufen ist – danach bleibt nur noch ein teures Löschungsverfahren. Genau dafür gibt es die automatische Markenüberwachung ab 25 € im Jahr.