Klasse 29: Fleisch, Fisch, Milch, verarbeitete Lebensmittel
Klasse 29 ist eine warenklasse der internationalen Nizza-Klassifikation. Sie umfasst fleisch, fisch, milch, verarbeitete lebensmittel und ist zentral für alle, die in diesem Bereich eine Marke anmelden möchten.
Offizielle Klassenüberschrift der Klasse 29
Fleisch, Fisch, Geflügel; konserviertes, getrocknetes und gekochtes Obst und Gemüse; Eier, Milch und Milchprodukte; Speiseöle und -fette.
Diese Überschrift ist eine Orientierung, kein Waren- und Dienstleistungsverzeichnis. Für die Anmeldung brauchen Sie konkret formulierte Begriffe – pauschale Klassenüberschriften führen beim DPMA regelmäßig zu Beanstandungen.
Was fällt konkret in Klasse 29?
- Fleisch- und Wurstwaren
- Käse und Milchprodukte
- Konserven
- Nüsse und Trockenfrüchte
- Pflanzliche Fleischalternativen
Wer meldet in Klasse 29 an?
Food-Startups, Molkereien, Feinkost, Vegan-Brands.
Der häufigste Fehler in Klasse 29
Backwaren, Kaffee und Süßwaren gehören in Klasse 30 – viele Food-Marken brauchen 29 und 30.
Was gehört nicht in Klasse 29?
Die häufigsten Fehlzuordnungen – und wohin die Waren bzw. Dienstleistungen stattdessen gehören:
- Kaffee, Backwaren und Süßwaren → Klasse 30
- Frisches Obst und Gemüse → Klasse 31
- Restaurant- und Cateringleistungen → Klasse 43
Diese Klassen gehören oft dazu
In der Praxis wird Klasse 29 meist mit Klasse 30, Klasse 32 und Klasse 43 kombiniert. Bis zu drei Klassen sind in der DPMA-Grundgebühr von 290 € enthalten – diese Kombination kostet Sie also in der Regel keinen Aufpreis.
Branchen, die Klasse 29 anmelden
Was kostet die Anmeldung in Klasse 29?
Die amtliche DPMA-Grundgebühr von 290 € deckt bis zu drei Klassen ab – Klasse 29 ist also im Grundpreis enthalten, wenn Sie nicht mehr als zwei weitere Klassen wählen. Ab der vierten Klasse fallen 100 € pro zusätzlicher Klasse an. Bei der EUIPO (EU-weit) beginnt die Gebühr bei 850 € für eine Klasse. Alle Gebühren im Detail stehen im Gebühren-Rechner.
Klasse 29 in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Alle DACH-Ämter arbeiten mit derselben Nizza-Klassifikation: das DPMA in München, das Patentamt in Wien und das IGE in Bern. Der Schutz endet jedoch an der Landesgrenze. Wer in Klasse 29 im gesamten DACH-Raum aktiv ist, sollte die Register von DPMA, Österreichischem Patentamt, IGE und EUIPO prüfen – unsere Recherche gleicht sie zusammen mit den internationalen Registrierungen der WIPO in einem Durchgang ab.
Häufige Kollisionen in Klasse 29
Klasse 29 ist in Deutschland moderat belegt, dennoch sollten bestehende Marken vor jeder Anmeldung geprüft werden. Nutzen Sie unsere kostenlose Markenrecherche, um DPMA, EUIPO und Domains in Sekunden zu prüfen – die Recherche-Anleitung zeigt, worauf es dabei ankommt. Wer laufend informiert bleiben will, aktiviert die Markenüberwachung für Klasse 29.