Klasse 37: Bau, Reparatur, Installation
Klasse 37 ist eine dienstleistungsklasse der internationalen Nizza-Klassifikation. Sie umfasst bau, reparatur, installation und ist zentral für alle, die in diesem Bereich eine Marke anmelden möchten.
Offizielle Klassenüberschrift der Klasse 37
Bauwesen; Installations-, Reparatur- und Wartungsarbeiten; Bergbau; Bohrungen; Reinigung von Gebäuden.
Diese Überschrift ist eine Orientierung, kein Waren- und Dienstleistungsverzeichnis. Für die Anmeldung brauchen Sie konkret formulierte Begriffe – pauschale Klassenüberschriften führen beim DPMA regelmäßig zu Beanstandungen.
Was fällt konkret in Klasse 37?
- Bauleistungen
- Reparatur und Wartung
- Installation von Anlagen
- Renovierung
- Fahrzeugreparatur
Wer meldet in Klasse 37 an?
Bauunternehmen, Handwerksbetriebe, Wartungsdienstleister, Werkstätten.
Der häufigste Fehler in Klasse 37
Planung und Architektur sind Klasse 42, nicht Klasse 37.
Was gehört nicht in Klasse 37?
Die häufigsten Fehlzuordnungen – und wohin die Waren bzw. Dienstleistungen stattdessen gehören:
- Architektur und technische Planung → Klasse 42
- Baumaterialien als Ware → Klasse 19
- Materialbearbeitung im Auftrag → Klasse 40
Diese Klassen gehören oft dazu
In der Praxis wird Klasse 37 meist mit Klasse 42, Klasse 19 und Klasse 35 kombiniert. Bis zu drei Klassen sind in der DPMA-Grundgebühr von 290 € enthalten – diese Kombination kostet Sie also in der Regel keinen Aufpreis.
Branchen, die Klasse 37 anmelden
- Immobilien – typische Klassenkombination: Klasse 36 + Klasse 37
- Handwerk / Bau – typische Klassenkombination: Klasse 37 + Klasse 19
Was kostet die Anmeldung in Klasse 37?
Die amtliche DPMA-Grundgebühr von 290 € deckt bis zu drei Klassen ab – Klasse 37 ist also im Grundpreis enthalten, wenn Sie nicht mehr als zwei weitere Klassen wählen. Ab der vierten Klasse fallen 100 € pro zusätzlicher Klasse an. Bei der EUIPO (EU-weit) beginnt die Gebühr bei 850 € für eine Klasse. Alle Gebühren im Detail stehen im Gebühren-Rechner.
Klasse 37 in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Alle DACH-Ämter arbeiten mit derselben Nizza-Klassifikation: das DPMA in München, das Patentamt in Wien und das IGE in Bern. Der Schutz endet jedoch an der Landesgrenze. Wer in Klasse 37 im gesamten DACH-Raum aktiv ist, sollte die Register von DPMA, Österreichischem Patentamt, IGE und EUIPO prüfen – unsere Recherche gleicht sie zusammen mit den internationalen Registrierungen der WIPO in einem Durchgang ab.
Häufige Kollisionen in Klasse 37
Klasse 37 ist in Deutschland moderat belegt, dennoch sollten bestehende Marken vor jeder Anmeldung geprüft werden. Nutzen Sie unsere kostenlose Markenrecherche, um DPMA, EUIPO und Domains in Sekunden zu prüfen – die Recherche-Anleitung zeigt, worauf es dabei ankommt. Wer laufend informiert bleiben will, aktiviert die Markenüberwachung für Klasse 37.